Impfung schützt vor Gürtelrose, doch viele bleiben ungeimpft
Die Gürtelrose kann schmerzhaft sein und kommt häufig nach einer Covid-19-Impfung zur Sprache. Trotz der Verfügbarkeit von Impfstoffen sind viele Menschen nicht geimpft.
LEIPZIG, 1. Juli 2026 — Eigener Bericht
Was ist Gürtelrose und wie entsteht sie?
Gürtelrose, medizinisch als Herpes zoster bekannt, ist eine Infektionskrankheit, die durch das Varicella-Zoster-Virus verursacht wird. Dieses Virus hat die Fähigkeit, nach einer Windpocken-Infektion im Körper in einen latenten Zustand überzugehen. Bei Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist oder die älter sind, kann das Virus aktiv werden und Gürtelrose auslösen. Dies führt zu schmerzhaften Hautausschlägen, die oft in einem Gürtel um den Körper erscheinen.
Die Symptome sind nicht nur körperlich belastend, sondern können auch zu langfristigen Schmerzen führen, die als postzosterische Neuralgie bekannt sind. Diese Komplikation beeinflusst die Lebensqualität der Betroffenen erheblich und macht die Prävention der Erkrankung besonders wichtig.
Warum ist eine Impfung sinnvoll?
Die Impfung gegen Gürtelrose wird vor allem für ältere Erwachsene und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem empfohlen. Sie zielt darauf ab, das Risiko einer Erkrankung sowie die Schwere der Symptome zu reduzieren. Studien haben gezeigt, dass die Impfung die Wahrscheinlichkeit, Gürtelrose zu entwickeln, signifikant senken kann. Besonders die neueren Impfstoffe zeigen eine hohe Wirksamkeit und können dazu beitragen, die Inzidenz der Krankheit zu minimieren.
Trotz der nachgewiesenen Vorteile sind viele Menschen in den empfohlenen Altersgruppen und Risikogruppen nicht geimpft. Diese Zurückhaltung kann auf verschiedene Faktoren zurückgeführt werden, darunter mangelndes Bewusstsein, Fehlinformationen über Impfstoffe oder persönliche Überzeugungen gegen Impfungen.
Wie sieht die Impfquote aus?
In Deutschland ist die Impfquote gegen Gürtelrose variabel. Aktuelle Statistiken zeigen, dass ein erheblicher Teil der Zielgruppe nicht geimpft ist. Dies ist besorgniserregend, da eine hohe Durchimpfungsrate notwendig ist, um eine Herdenimmunität zu erreichen und damit die Ausbreitung der Gürtelrose zu verringern. Gesundheitsbehörden und Organisationen appellieren daher an die Bevölkerung, sich über die Impfung zu informieren und sich impfen zu lassen, um sich selbst und andere zu schützen.
Was können wir tun, um die Impfquote zu erhöhen?
Um die Impfquote gegen Gürtelrose zu erhöhen, sind Aufklärungsmaßnahmen erforderlich. Dies umfasst das Bereitstellen von Informationen über die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfung sowie die Aufklärung über die potenziellen Risiken einer Gürtelrose-Infektion. Ärzte und Gesundheitsdienstleister spielen eine entscheidende Rolle, indem sie ihre Patienten aktiv an die Impfung erinnern und diese empfehlen.
Zusätzlich könnten politische Maßnahmen und Initiativen zur Förderung von Impfungen dazu beitragen, Barrieren abzubauen, die Menschen daran hindern, sich impfen zu lassen. Durch gezielte Informationskampagnen und den Austausch von persönlichen Erfahrungen können Vorurteile abgebaut und das Vertrauen in Impfungen gestärkt werden.
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